Im Oktober 1984 gelang es der DKBM, die Diesellok O&K 26189/1962 aus dem Bestand der Märkischen Museums-Eisenbahn e. V. in Plettenberg zu kaufen, bei der sie als Ersatzteilspender dienen sollte. Die Lok erhielt die DKBM-Nummer V 18 und wurde einer langjährigen Hauptuntersuchung mit Umspurung von 660 mm auf 600 mm unterzogen.
Lok 12 Mecklenburg, ex DR 99 3462, feierte in diesem Jahr ihren 50. Geburtstag. Diesen zelebrierte sie am 26. Juni zusammen mit der Lok 3 Adolf Wolff, ex DR 99 3318, die bereits 65 Jahre alt wurde.
In den letzten Monaten des Jahres 1984 wurden zusätzlich zum Kreisverkehr an einigen Tagen Hin- und Rückfahrten angeboten.



Seit jeher werden die Saisonpausen in den Wintermonaten für die Instandhaltung der Strecke und der Fahrzeuge genutzt.
Da das Bw-Gelände langsam an seine Grenzen stieß, wurde es 1984/1985 erneut komplett zurück und neu aufgebaut. Hierzu kaufte man acht bereits reservierte Weichen aus dem Bestand der Waldeisenbahn Muskau, die zum Teil von den Mitgliedern finanziert wurden. Stromkabel wurden zwischen der Werkstatt und der großen Halle unterirdisch verlegt, um so die Stromversorgung auf allen Teilen des Geländes zu gewährleisten.
Durch die größeren Radien der Weichen änderte sich die Gleisgeometrie, sowie auch das Gesamtbild des Bw, so dass beispielsweise der Kohlenplatz verlagert werden musste. Die Arbeiten wurden durch eine lange Frostperiode erschwert.





Basierend auf dem Erfolg der letzten Monate 1984 wurde der Fahrplan für 1985 auf einen ständigen Zweizugbetrieb an allen Betriebstagen ausgelegt und durchgeführt. Von nun an bekam der Bahnhof Rödelheim als Kreuzungsbahnhof eine neue Bedeutung.
Die Züge pendelten seitdem zwischen den Bahnhöfen Kleinbahnhof und Postdamm mit einer Zugkreuzung in Rödelheim. Der Betrieb gestaltete sich so für die Fährgäste und Mitglieder wesentlich interessanter: Die Loks mussten in den Endbahnhöfen umsetzen, man begegnete dem anderen Zug unterwegs und es waren mehrere Fahrzeuge im Einsatz. Als Fahrkartenausgabe im Bahnhof Kleinbahnhof diente ein baugleicher Kiosk wie im Bahnhof Postdamm.


Die Fahrgastzahlen stiegen in den nächsten Jahren zur Begeisterung der Mitglieder stetig.
Die Dampflok 7, ex PKP T49 115, wurde nach erfolgreicher TÜV-Abnahme im Mai 1985 auf den Namen Gustav getauft. Sie wurde nach dem Urgroßvater des Eigentümers Peter Neesen benannt. Gustav von Flotow war Eisenbahnbau- und Betriebsinspektor bei der Königlich Preußischen Staatseisenbahn in Magdeburg.
Die Beförderungszahlen im Jahr 1986 überstiegen erstmals die 20 000er-Marke, was vor allem auf den Zweizugbetrieb zurückzuführen war.
Das Bw konnte 1987 durche eine kleine Wellblechhütte zur Aufbewahrung diverser Gerätschaften und Hilfsmittel ergänzt werden.




Die Geschichte der DKBM