Lok 12 – Mecklenburg

Diese Schlepptenderlok wurde 1934 mit zwei baugleichen Schwestermaschinen an die Mecklenburg-Pommersche Schmalspurbahn geliefert. Die drei als Heißdampfloks ausgeführten Lokomotiven waren die stärksten und effektivsten Dampfloks der MPSB.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges gingen die beiden Schwesterlokomotiven als Reparationsleistungen in die in die damalige Sowjetunion.

Die noch vorhandenen Strecken der MPSB wurden 1949 von der Deutschen Reichsbahn übernommen und die bisher als Lok 12 geführte Lokomotive erhielt die DR-Nummer 99 3462.

Nach Einstellung des Betriebs wurde die Lok 1971 an die Vale of Rheidol Equipment Co Ltd (J. Snell & associates) nach Wales verkauft.

Erst 1978 kam die Lok durch den Kauf von Walter Seidensticker wieder zurück nach Deutschland. Bei der DKBM erhielt sie wieder ihre alte Betriebsnummer 12 und wurde 1980 auf den Namen Mecklenburg getauft.

Aufgrund der zu erwartenden hohen Störanfälligkeit wurden die Überhitzerelemente nicht wieder eingebaut, so dass die Lok bis heute als Nassdampfmaschine im Einsatz ist.

Nach einer Aufarbeitung bei der MaLoWa Bahnwerkstatt in Benndorf ist die Lok 12 seit dem Internationalen Feldbahntreffen im Oktober 2012 unter ihrer DR-Nummer 99 3462 bei der Waldeisenbahn Muskau leihweise in Betrieb.

Technische Daten zu DKBM-Lok 12 „Mecklenburg“

MerkmalAngabe
HerstellerOrenstein & Koppel
Fabrik-Nr./Baujahr12518 / 1934
BauartDn2
GattungK 44.4
Treib- und Kuppelrad Ø650 mm
Länge über Puffer (LüP)10 325 mm
Höchstgeschwindigkeit25 km/h
SteuerungHeusinger
Rostfläche0,75 m²
Verdampfungsheizfläche27,1 m²
Zylinder Ø310 mm
Kolbenhub300 mm
Lokdienstlast16,5 t
Wasservorrat3,5 m³
Kohlenvorrat1,5 t
Leistung200 PS (147,1 kW)
Kesselüberdruck14 bar
BremseDampfbremse
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