Die DKBM wollte eine Kleinbahn mit Personenbeförderung sein. Das bedeutete, dass hierfür auch geeignete Personenwagen benötigt wurden. Da seinerzeit in Westdeutschland keine Wagen für die 600 mm-Spurweite zu erwerben waren, blieb dem Verein nur der Eigenbau übrig. So wurden 1972/1973 drei zweiachsige Personenwagen gebaut und mit den Betriebsnummern Ci/s 100, Ci/s 101 und Ci/s 102 in Dienst gestellt. Die Wagen bewährten sich im Betrieb, mussten jedoch nach wenigen Jahren wegen schnellen Zerfalls der Wagenkästen, die aus Spanplatten hergestellt waren, mit neuen Aufbauten versehen werden. So wurde 1975 der Wagen Ci/s 101 neu aufgebaut und als Nummer 21 in Betrieb genommen. 1976 folgte Wagen Ci/s 100 und erhielt die neue Betriebsnummer 23. Der alte Wagenkasten wurde noch zwei Jahre bis zum endgültigen Zerfall am Bahnhof Postdamm als Fahrkartenausgabe genutzt. 1978 wurde auch der kombinierte Personen-Packwagen Ci/s 102 modernisiert. Der neue Wagenkasten mit seiner geänderten Fensterteilung erhielt die Nummer 24, die Inbetriebnahme des Personenwagens folgte am 6. Juli 1980.
Diese drei Wagen standen bis 1981 im Plandienst, dann wurden sie aufgrund der höheren Sicherheit und der besseren Laufeigenschaft von vierachsigen Personenwagen nach und nach ersetzt, konnten aber vorerst als Reserve gehalten werden. Die Wagen 21 und 23 wurden nach ihrer Außerdienststellung schließlich am 24. April 1992 an die Buchholzer Waldbahn in Lauenburg an der Elbe verkauft. Wagen 24 steht auch heute noch für Personalfahrten oder als Unterkunft für den Nikolaus zur Verfügung. Aufgrund seiner gediegenen Innenausstattung ist er sehr beliebt und ein bedeutender historischer Bestandteil der Vereinssammlung.
Nicht unterschlagen werden soll der vierachsige Personenwagen 30. Er konnte 1980 vom Serengeti-Park Hodenhagen in Niedersachsen erworben werden. Aufgrund seiner »hervorragenden« Laufeigenschaften – er stand mehr neben den Gleisen als auf ihnen – endete seine Geschichte im Frühjahr 1981 im Osterfeuer.





