Der Güterwagen wurde 1940 von der Waggonfabrik Dollberg in Berlin an die ehemaligen Deutschen Heeresfeldbahnen geliefert. Typisch für die Drehgestellwagen des Zweiten Weltkrieges waren die Blechrahmen der Drehgestelle. Nach Kriegsende verblieb dieser Wagen auf der Pinzgauer Lokalbahn (760 mm) in Österreich und wurde 1947 von der Kontrollbank an die Salzkammergut-Lokalbahn (760 mm), ebenfalls in Österreich, vermittelt. Hier erhielt der Wagen die Betriebsnummer 1111.
Nach Stilllegung der Schmalspurbahn im Jahr 1957 erfolgte 1958 seine Umsetzung zur Murtalbahn, die von der Steiermärkischen Landesbahn betrieben wurde. Da das Fahrzeug nicht betriebsfähig war, gelangte es hier nie zum Einsatz, sondern wurde im Jahr 1968 zur ebenfalls zur Steiermärkischen Landesbahn gehörende Schmalspurbahn Weiz-Birkenfeld-Ratten umgesetzt. Leider wurde dort die für Heeresfeldbahn-Fahrzeuge typische Plattform mit Handbremse entfernt. Der Wagen erhielt zu dieser Zeit seine noch heute gültige Betriebsnummer GGw 419. Nachdem Änderungen im Güterverkehr und Teilstilllegungspläne der Lokalbahn bekannt wurden, wurde der Güterwagenpark verkleinert. Wagen 419 wurde daraufhin an die Jagsttalbahn in Baden-Württemberg überstellt. Hier erhielt er wieder seine ursprüngliche Plattform. 1988 stellte auch die Jagsttalbahn den Schienenverkehr ein.
Da sich die Umwandlung in eine Museumsbahn dort nach langen Verhandlungen zerschlug, trat der Wagen im Jahr 1994 seine Reise zur Insel Rügen an. Bis 2007 wurde er von der Rügenschen Kleinbahn als Fahrradtransportwagen den Personenzügen beigestellt.
Im Jahr 2008 wurde der Wagen GGw 419 zur Hauptuntersuchung und Umspurung auf 600 mm in die Bahnwerkstatt MaLoWa in Benndorf gebracht. Seit August 2008 ist das Fahrzeug der bei Dampf-Kleinbahn in Gütersloh beheimatet.
