1989 kam die Motordraisine 90 (Beilhack 2623/1953) von der Jagsttalbahn zur DKBM. Zuvor war sie in Bielefeld aufgearbeitet und von 750 mm auf 600 mm umgespurt worden. Die Taufe der Draisine erfolgte auf den Namen der Enkelin des Eigners Walter Seidensticker, Valerie Delius. Bei gutem Wetter findet Valerie D großen Zuspruch bei den Fahrgästen, wenn sie bei ihren Einsätzen in der ostwestfälischen Landschaft ihre Fahrten absolviert.

Die mühevoll aufgearbeitete Diesellok V 18 konnte am 17. September desselben Jahres in Betrieb genommen werden. Ihr Name Frieda stammt von der Frau August Bentlages, der damals dem Verein seine Heimat gab. Die Taufe nahm ihr Enkel Thomas Bentlage vor.
Von April 1991 bis Juli 1992 beherbergte die Dampf-Kleinbahn eine in Privatbesitz befindliche Gastdampflok in Gütersloh. Die Brigadelok ex DR 99 3314 (Henschel 15226/1917) war bis 1977 ebenfalls bei der WEM im Einsatz und ist eine Schwesterlokomotive der DKBM-Lok 3 Adolf Wolff und Lok 6 Richard Roosen. Sie bekam für ihren Aufenthalt die Loknummer 11 zugeteilt. Am 15. September 1991 feierten die Vereinsmitglieder das »Sommerabschiedsfest«. Aus diesem Anlass wurde auch die seit 1990 abgestellte Lok 3 Adolf Wolff nochmals angeheizt. Somit standen erstmals drei Brigadeloks gleichzeitig in Gütersloh unter Dampf.
Zum Saisonabschluss im Oktober wurden nochmals alle drei Brigadeloks angeheizt, zum letzten Mal in der Geschichte des Vereins. Der 6. Oktober 1991 sollte somit der vorerst letzte Einsatztag der Lok 3 bleiben.
Ein Augenblick, der bis heute noch vielen im Gedächtnis geblieben ist.

14.07.1991


Kubicki und Horst-Uwe Schwanke am 03.10.1992
In der darauffolgenden Saison 1992 wurde der Fahrplan ausgedünnt, der Fahrbetrieb sollte nun von Juli bis September jeden ersten und dritten Sonntag eines Monats stattfinden. Diese Änderung war vor allem auf die dünne Personaldecke während der Sommerferien zurückzuführen.
Als Neuzugang konnte 1992 kurzzeitig die Lok 10 Merapi (Hanomag 10409/1925) für den Verein gewonnen werden. Zusätzlich bekam man die Gelegenheit, die abgestellte E-Lok E 14 Teutonia gegen eine betriebsfähige Diesellok des Typs Ns2f (LKM 248631/1955) zu tauschen. Diese wurde unter der DKBM-Nummer V 14 im Fuhrpark aufgenommen und ist seither die zuverlässigste und meistgenutzte Rangierlok auf dem Hof. Von den Mitgliedern wurde sie liebevoll FuttFutt getauft.


Nach einer Fahrsaison ging Lok 10 Merapi im Oktober zur Berliner Parkeisenbahn im Berliner Bezirk Köpenick.
Im Dezember 1992 veranstaltete die DKBM zum ersten Mal die bis heute sehr beliebten Nikolausfahrten. Die Besucherzahl war noch gering, als Verpflegung diente nur ein kleiner Grill und ein einziger Glühweinkessel im Bahnhof Postdamm. In den darauffolgenden Jahren stiegen die Besucherzahlen nahezu exponentiell, so dass aus dem kleinen Fest bald eine Großveranstaltung wurde.
Die Kinder werden im Zug vom Nikolaus beschenkt und in der beheizten Lokhalle kann man unter anderem Bratwürstchen und Glühwein genießen.
20 Jahre DKBM (1993)
In diesem Jahr feierte die DKBM ihr Jubiläum am 13. Juni 1993. Johann Obholzer (†), der bereits den DKBM-Eröffnungszug am 10. Juni 1973 gefahren hatte, konnte als Ehrengast begrüßt werden. Der Mehrzugbetrieb und die beliebte Lokparade lockten wieder viele Besucher an.

In der Saison 1993 wurde die Lokhalle gepflastert und konnte seitdem für Veranstaltungen, also auch für das Jubiläum, genutzt werden.
Im Dezember des Jahres fanden erneut die Nikolausfahrten statt. Die Gäste konnten diesmal in die mit Dampf beheizte Lokhalle eingeladen werden. Zu den Nikolausfahrten wurde nach 14-jähriger Pause erstmals wieder die Lok 5 Arthur Koppel eingesetzt.

Die Geschichte der DKBM